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Berufsrechtliches Handbuch

Stand: April 2022


Fussnoten

Umstritten ist, ob dies auch bei Wahrnehmung von Nicht­-Vorbehaltsaufgaben gilt oder in diesem Fall § 12 AVB Anwendung findet.

2. DSAnpUG-EU v. 20.11.2019, BGBl. I 2019, S. 1626 ff.

2 Männliche Formen umfassen auch die adäquaten weiblichen und diversen Formen.

3 Siehe hierzu auch: Tätigkeitsbericht des Sächsischen Datenschutzbeauftragen 2017/2018, Teil 2, Ziff. 4.3.3., S. 211

4 BT-Drs. 19/14909, S. 58f.; Kurzpapier Nr. 13 der Datenschutzkonferenz (DSK); Anhang B, u. a. abrufbar unter folgendem Link: https://www.lda.bayern.de/de/index.html; Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht, FAQ zur DS-GVO, abrufbar unter dem folgenden Link: https://www.lda.bayern.de/media/FAQ_Steuerberater_keine_ADV.pdf; ULD - Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein, Tätigkeitsbericht 2019, Ziffer 5.5.4; Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA), 8. Tätigkeitsbericht 2017/2018, Ziffer 9.1.

5 § 7 UWG

6 Double-Opt-in umfasst eine Einwilligung des Empfangs an eine angegebene E-Mail-Adresse und die Bestätigung dieser E-Mail-Adresse über eine an diese Adresse gesandte E-Mail.

7 Vgl. Orientierungshilfe der DSK v. 16.06.2021 zu Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten bei der Übermittlung per E-Mail unter https://www.datenschutzkonferenz-online.de/media/oh/20210616_orientierungshilfe_e_mail_verschluesselung.pdf.

8 Zulässig nach den Grundsätzen der Zweckänderung gemäß Art. 6 Abs. 4 DSGVO.

9 Art. 21 Abs. 1 DSGVO.

10 Zu den Verschlüsselungsanforderungen siehe unten Ziffer 12.3 Verschlüsselungsanforderungen.

11 Siehe Kapitel 3 zu Art. 5 DSGVO.

12 Eine umfassende Übersicht kann z. B. beim BSI eingesehen werden: https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Grundschutz/Kompendium_Einzel_PDFs_2021/04_OPS_Betrieb/OPS_1_2_4_Telearbeit_Edition_2021.pdf?__blob=publicationFile&v=2

13 Siehe https://www.lda.bayern.de/media/checkliste/baylda_checkliste_homeoffice.pdf; https://www.datenschutz-berlin.de/fileadmin/user_upload/pdf/orientierungshilfen/2020-BlnBDI-Heimarbeit.pdf; https://lfd.niedersachsen.de/download/157542/Datenschutz_im_Homeoffice.pdf 

14 Gegenüber den in § 203 Abs. 1, 2a und 3 des Strafgesetzbuchs genannten Personen oder deren Auftragsverarbeitern bestehen die Untersuchungsbefugnisse der Aufsichtsbehörden gemäß Art. 58 Abs. 1 Buchstabe e und f der Verordnung (EU) 2016/679 nicht, soweit die Inanspruchnahme der Befugnisse zu einem Verstoß gegen die Geheimhaltungspflichten dieser Personen führen würde.

15 Google Analytics behält sich selbst eigene Zwecke vor, so dass dessen Einsatz nicht mehr als Auftragsverarbeitung subsumiert werden kann.

16 DSK-Kurzpapier Nr. 13 v. 16.01.2018 (s.o.).

17 Art. 26 Abs. 1 Satz 1 DSGVO.

18 EuGH, Urteil v. 05.06.2018, Az: C-210/16; BVerwG, Urteil v. 11.09.2019 – 6 C 15/18.

19 Siehe Beschluss der DSK (Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder) v. 12.05.2020, S. 2-3 Abschnitt II.. 

20 Kurzpapier Nr. 13 der Datenschutzkonferenz v. 16.01.2018, Anhang B

21 Die Regelungen des Art. 25 DSGVO sind zu beachten.

22 Zielgruppenorientierte Informationen zum Emotet-Trojaner und anderen Erpressungstrojanern können unter: https://www.bsi.bund.de/DE/Service-Navi/Presse/Pressemitteilungen/Presse2019/BSI_warnt_vor_Ransomware-Angriffen-240419.html abgerufen werden, m.w.N. 

23 Hier ist die weitere Entwicklung mit Blick auf die E-Privacy-Verordnung (ePV) zu beachten.

24 Im Übrigen sind noch weitere Pflichten ohne unmittelbaren Bezug zum Datenschutzrecht zu beachten, die im Rahmen dieser Hinweise nicht behandelt werden (Pflichtangaben auf der Website (z. Z. § 5 TMG, DL-InfoV), Urheberrechte, Namens- und Bildrechte Dritter, ggf. Nennung des Verantwortlichen für journalistisch-redaktionelle Inhalte (§ 55 Abs. 2 RStV), berufsrechtliche Angaben, Pflichtangaben nach Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG) und ODR-Verordnung, allgemeines Wettbewerbsrecht usw.).

25 Änderung von 10 auf 20 Personen durch das 2. DS-AnpUG, s. o.  Fn 1

26 https://www.lda.bayern.de/media/muster_4_steuerberater.pdf

27 Siehe BayLDA: https://www.lda.bayern.de/media/muster_4_steuerberater.pdf.

28 abrufbar unter www.bsi-fuer-buerger.de.

29 Vgl. EU-Zahlungsdiensterichtlinie-PSD2.

30 Z. B. ADDISON OneClick, DATEV Unternehmen online, hmd.NetArchiv, andere ASP-Lösungen etc.

31 Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) v. 28.11.2019, https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Weitere_Steuerthemen/Abgabenordnung/2019-11-28-GoBD.html

32 Art. 5 Abs. 1 lit. e, 1. Halbsatz

33 Art. 17 Abs. 3

34 Grundsätze für die Verarbeitung personenbezogener Daten.

35 § 26 Abs.1 Satz 1 BDSG.

36 Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO.

37 Art. 21 Abs. 1 DSGVO.

38 Art. 7 Abs. 3 DSGVO.

39 § 26 Abs. 1 Satz 2 BDSG.

40 Siehe Hinweise der BStBK für die Praxisübertragung, Berufsrechtl. Handbuch.

41 5.2.5 Hinweise der Bundessteuerberaterkammer zum Zurückbehaltungs- und Leistungsverweigerungsrecht 1.a) und b).

42 BGH vom 17.02.1988, IVa ZR 262/86; BGH vom 25.10.1988, Az. XI ZR 3/88.

43 OLG Köln vom 28. April 1997; Az. 12W 19/97.

44 BFH-Urteil vom 21.11.2000,VII R 8/00, HFR 2001, 543.

45 BGH-Beschluss vom 20.12.1995, 5 StR 412/95, wistra 1996, 184 ff.

46 Klein/Brockmeyer AO § 153 Rdnr. 2.

47 Krekeler, PStR 2002, 133.

48 Wannemacher, Steuerstrafrecht, Rdnr. 2949.

49 Vgl. FG Nürnberg Urteil vom 10.12.2002, II 536/2000.

50 BGH-Beschluss vom 20.12.1995, 5 StR 412/95, NStZ 1996, 563, 564; BGH-Beschluss vom 13.01.1993, 3 StR 516/92, wistra 1993, 181, Bornheim, AO-StB 2001, 29.

51 Im Ergebnis auch Burkhard, INF 2002, 281.

52 FG Köln, Urteil vom 19.12.2001, 10 K 2330/96, EFG 2002, 513, 514.

53 BGH-Urteil vom 01.08.2000, 5 StR 624/99, DStR 2001, 96, NJW 2000, 3010.

54 BGH-Urteil vom 18.06.2003, 5 StR 489/02, NJW 2003, 2996, 2999.

55 Kutzner, NWB, Fach 30, S. 1543 ff.

56 zu Fällen bedingten Vorsatzes anschaulich BFH-Urteil vom 08.09.2004, XI R 1/03, HFR 2005, 293, 294; FG Hamburg, Beschluss vom 14.07.2004, I 184/04, EFG 2005, 166 (Leits. 1).

57 Vgl.Volk, BB 1987, 142 f.; Krekeler, PStR 2002, 132.

58 BGH-Urteil vom 23.02.2000, 5 StR 570/99, NStZ 2000, 320, 321.

59 OLG Düsseldorf, Urteil vom 20.01.2004, 23 U 28/03, Stbg 2004, 508, 510, n. rk., mit abl.Anm. Spiess, a. a. O. 511 f.

60 Zu dieser Konstellation BGH-Urteil vom 10.11.1999, 5 StR 221/99, HFR 2000, 676, 677; Hellmann in Hübschmann/Hepp/Spitaler, § 370 AO Rz. 228, zum Meinungsstand Bornheim, AO-StB 2001, 30.

61 Die Neufassung des § 50 e EStG zerstört die Systematik, wenn sie als ersichtlich politischer Kompromiss die Nichtanmeldung geringfügiger Beschäftigungen im Privathaushalt nicht als Straftat wertet, jedoch systemwidrig auch bei Vorsatz als Ordnungswidrigkeit nach § 378 AO; dazu Wegner, PStR 2004, 120.

62 BFH-Urteil vom 19.12.2002, IV R 37/01, BStBl II 2003, 385, 389; FG Düsseldorf, Urteil vom 11.04.2001,18 K 7170/97, EFG 2001,944,946; offenbar gegen eine Konzeption, dass sowohl der Steuerpflichtige als auch ein Dritter in derselben Sache Angaben machen, Dörn, Stbg 2002, 455.

63 Grundlegend BayOblG vom 09.11.1993, 4 StRR 54/93, BayObLGSt 1993, 188, 191; OLG Braunschweig, Beschluss vom 08.03.1996, Ss (B) 100/95, NJW 1997, 3255, 3256; Rüping in Hübschmann/Hepp/Spitaler, § 378 AO Rz. 22 ff.; Müller, AO-StB 2003, 211; Rolletschke, wistra 2004, 51; Harms, Stbg 2005, 12.

64 Tröndle/Fischer, § 264 StGB Rz. 38.

65 Gräfe/Lenzen/Schmeer, Steuerberaterhaftung, Rdnr. 1640.

66 Ausdrücklich BGH-Urteil vom 13.01.1988, 3 StR 450/87, NStZ 1988, 276; dazu Rüping in Hübschmann/Hepp/Spitaler, § 378 AO Rz. 8.

67 So jedoch BGH-Urteil vom 13.01.1988, 3 StR 450/87, NStZ 1988, 276, 277

68 So jedoch BGH-Urteil vom 09.11.1984, 2 StR 257/84, BGHSt 33, 66, 67 zu § 30 I Nr. 3 BtMG

69 Zum Rechtsgut vgl. aus der Rechtsprechung BGH-Urteil vom 01.02.1989, 3 StR 179/88, BGHSt 36, 100, 102; BGH-Beschluss vom 23.03.1994, 5 StR 91/94, BGHSt 40, 109, 111; aus der Literatur Hellmann in Hübschmann/Hepp/Spitaler § 370 AO Rz. 43.

70 Vgl. für diesen Maßstab bei der Sorgfalt in eigenen Angelegenheiten § 277 BGB.

71 In der Rechtsprechung z. B. BayObLG vom 02.12.1980, RReg 4 St 168/80, BayObLGSt 1980,146,150 (zu § 378 AO); BFH-Urteil vom 04.02.1987, I R 58/86, BStBl II 1988, 215 ff.

72 Z. B. BGH-Urteil vom 11.05.1953, IV ZR 170/52, BGHZ 10, 14, 17.

73 Zum methodischen Verfahren BGH-Urteil vom 13.01.1988, 3 StR 450/87, NStZ 1988, 276 f.; BFH-Beschluss vom 25.06.1997, VIII B 35/96, BFH/NV 1998, 8, 9.

74 Zur Systematik Duttge, wistra 2000, 207.

75 Als Beispiel FG Baden-Württemberg, Gerichtsbescheid vom 18.04.2001, 10 K 302/98, EFG 2001, 1416, 1417.

76 Bezogen auf den groben Buchungsfehler eines Steuerfachgehilfen, Einnahmen zu kompensieren durch gleich hohe Betriebsausgaben, FG Düsseldorf, Urteil vom 11.04.2001, 18 K 7170/97, EFG 2001, 944, 945.

77 Verfehlt OLG Celle, Urteil vom 02.06.1960, 10 U 151/59, DB 1960, 1181.

78 In der Rechtsprechung OLG Bremen, Urteil vom 26.04.1985, Ws 111, 115,116/84, StV 1985, 282, 284; OLG Karlsruhe, Urteil vom 19.03.1986, 3 Ws 147785, wistra 1986, 189, 190; in der Literatur zum Vertrauensprinzip Rüping in Hübschmann/Hepp/Spitaler, § 378 AO Rz. 46.

79 Grundsätzlich BGH-Beschluss vom 20.12.1995, 5 StR 412/95, NStZ 1996, 563, 565.

80 Ingerenz ist ein Verhalten, durch das eine Gefahr geschaffen wird und das zur Abwendung gerade dieser Gefahr verpflichtet

81 Zu dieser Konstellation Harms, Stbg 2005, 14; bezogen auf die praktische Situation, dass der Erwerber von Grundbesitz, wie der Berater weiß, seiner Anzeigepflicht nicht nachkommt, Fischer/Waßmer, StB 2002, 268.

82 Zu diesem Ausgangspunkt Burkhard, INF 2002, 307.

83 BFH-Urteil vom 14.08.1963,V 230/60, HFR 1964, 182 f.

84 In BGH-Urteil vom 14.11.1996, IX ZR 215/95, DB 1997, 472 f. = JZ 1997, 1177 f. m. kritischer Anm. von Ebke/Mößle hatte der Berater dem Mandanten zur Bildung von Pensionsrückstellungen geraten, die jedoch wegen ihrer Höhe und fehlenden Absicherung steuerlich nicht anerkannt wurden.

85 BGH-Urteil vom 31.01.1957, II ZR 41/56, BGHZ 23, 222, 225; nach RGZ 168, 267 z. B. beim fehlerhaften Abraten von einer Selbstanzeige.

86 Vogt, StB 1998, 160, 164.

87 Zu beruflichem Fehlverhalten, BGH-Urteil vom 27.08.1979, Srb StR 71/79, BGHSt 29, 97 f. und zum Überhang BGH-Urteil vom 25.04.1994, StBSt (R) 1/94, DStR 1994, 1398.

88 Späth, HB § 90 R 1030.4 [BGH], § 89 R 1023.1 [LG Düsseldorf], dazu Schäfer in Kuhls, § 89 StBerG Rz. 10, Meine, DStR 1992, 1706.

89 Entsprechende Umschreibungen bei Gehre, § 92 StBerG Rz. 5, § 89 Rz. 7 sowie Rechtsprechungsnachweis bei Späth, HB, etwa LG Hannover in § 92 R 1048.9.

90 BGBl. I 2021, S. 327.

91 BT-Drs. 19/24180, S. 16.

92 BT-Drs. 19/24180, S. 17.

93 OLG Saarbrücken, Beschluss vom 26. Mai 2021 – 4 Ws 53/21 zu § 261 StGB in der aktuellen Fassung.

94 Vgl. hierzu auch II. 2) d).

95 BGH, Beschluss vom 20. Mai 2015 – 1StR 33/15, Rz. 5, NJW 2015, S. 3254.

96 Wulf, Steueranwaltsmagazin, 2/2021, S. 58 (62).

97 BT-Drs. 19/24180, S. 29.

98 Vgl. zu II. 2) d) insgesamt Wulf, Steueranwaltsmagazin, 2/2021, S. 58 (60 f.).

99 Schützenberg, GWuR, 2021, S. 81 f.

100 BGH, Urteil vom 13. November 2019, 5 StR 409/19.

101 Scaraggi-Kreitmayer, DStR 2021, S. 885 (m. w. N.).

102 BMJVRefE, S. 19 f.

103 Jahresbericht 2020 Financial Intelligence Unit, https://www.zoll.de/DE/FIU/Fachliche-Informationen/Jahresberichte/jahresberichte_node.html

104 Schützenberg, GWuR, 2021, S. 81 f.

105 BT-Drs. 19/24180, S. 18.

106 Beyer, NWB 2021, S. 945.

107 Nachfolgend unter Punkt 12.

108 Vgl. hierzu ausführlich die Auslegungs- und Anwendungshinweise der Steuerberaterkammern, S. 36 ff.

109 BVerfG, Urteil vom 30. März 2004, 2 BvR 1520/01; BVerfGE 110, S. 226, 245 ff.

110 Weiterführend: Gerke/Jahn/Paul in StV 2021, S. 330 ff.

111 Heuel in Kohlmann, Steuerstrafrecht Kommentar, § 377 AO, Rz. 307, unter Verweis auf Talaska, PStR 2018, S. 250 f.

112 Vgl. Auslegungs- und Anwendungshinweise der Steuerberaterkammern, Rz. 11